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EINFÜHRUNG:

Was ist Hypnosetherapie?



'Die Schlange Kaa' aus dem Dschungelbuch, Hypnotisierende Augen
Bild: giphy.com

Hypnose (altgriechisch ὕπνος hýpnos = 'Schlaf‘) ist ein Zustand bewusst erzeugten partiellen Schlafs in Verbindung mit einem veränderten Bewusstseinszustand.

Therapie (altgriechisch therapeia „Dienst, Pflege, Heilung“) oder Behandlung bezeichnet alle Maßnahmen, die darauf abzielen, Behinderungen, Krankheiten und Verletzungen positiv zu beeinflussen. Eine Therapie beruht auf einer direkten oder indirekten Einwirkung des Therapeuten auf den Patienten.

Hypnosetherapie oder Hypnotherapie sind Behandlungsformen, die das Wissen über die Wirkung von Trance und Suggestionen therapeutisch nutzen.

Sie ist seit März 2006 vom Wissenschaftlichen Beirat Psychotherapie der Bundesregierung als geprüftes Behandlungsverfahren und als Therapiemethode anerkannt (siehe Deutsches Ärzteblatt, 2006).

Quelle: Wikipedia/Hypnotherapie


Hypnosetherapie unterscheidet sich jedoch grundlegend von der Psychotherapie und ersetzt diese auch nicht.

Sollten Sie sich in psychischer Behandlung befinden, kann allerdings unter Absprache mit dem behandelnden Arzt oder Psychotherapeuten mit Hypnose der Verlauf und Erfolg einer Psychotherapie in den meisten Fällen positiv unterstützt werden.

Hypnosetherapie beruht nicht auf einer direkten Einwirkung auf die Psyche, sondern wirkt auf das Unterbewusstsein.

Entscheidend für den Erfolg einer Hypnosebehandlung ist nicht allein die Trance selbst, sondern der Einsatz suggestiver Verfahren und techniken während der Trance.



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Ganz gleich ob offensichtlich psychosomatische Störungen oder physische Leiden, selbst langjährige oder lebenslange Beschwerden die auf keinem von vielen Wegen die versucht wurden, bis dahin erfolgreich therapiert werden konnten, können mit Hilfe von Hypnose in nur wenigen Sitzungen oder auch in nur einer Sitzung geheilt werden!

Blockaden, Phobien und Ängste, traumatische Belastungsstörungen, automatisierte Verhaltensweisen und Muster lösen sich auf, chronische Erkrankungen, Allergien und körperliche Leiden werden gelindert oder sogar vollständig geheilt und der Hypnotisant wird zu mehr Lebensqualität und zu sich selbst geführt.

Es ist wissenschaftlich nachgewiesen und anerkannt, das mit Hypnosetherapie in außergewöhnlich hohem Maße erfolgreich behandelt wird, auch im Vergleich zu vielen anderen Therapieformen.

In hypnotischer Trance bietet sich dem Hypnotisanten ein direkter Zugang zum Unterbewusstsein, vorbei an einer Prüfung und Bearbeitung auf Verstandesebene und die Möglichkeit, dort Veränderungen zu erwirken, die wesentlich "tiefer" in uns stattfinden und "näher an sich selbst", als viele andere Therapien ansetzen.

Das Unterbewusstsein ist Maßgeblich verantwortlich für den Großteil unseres Tun, Handeln und Fühlen und regelt die wichtigsten Körper-Vitalfunktionen, so wie z.B. die Atmung und den Herzschlag, Augenblinzeln und Schlucken, Körpertemperatur... und durch Veränderungen auf unterbewusster Ebene, können in wenigen oder sogar nur einer einmaligen Anwendung, unglaubliche Ergebnisse erzielt werden, weitaus effektiver und nachhaltiger als mit den meisten alternativen Therapieformen.

Und das auf ganz einfache und zudem angenehme, tiefgreifende und bewegende Art und Weise.
Mit Hilfe der Kraft des Unterbewusstseins.

Obwohl dies der allgemein gültigen Darstellung von Hypnosetherapie entspricht und an für sich richtig ist, liegt meiner Meinung nach der eigentlich viel relevantere, zumindest aber gleichbedeutende Wirkungsbereich auf der emotionalen Ebene.

Letztendlich sind es emotionale Erinnerungen die aufgelöst oder neu verknüpft werden und die Aufgabe des Therapeuten ist es, den Hypnotisant zu sich selbst zu führen und dabei zu unterstützen, sich selbst wahrzunehmen.
In Trance, einem Bewusstsein das tief in uns führt, viel tiefer noch als das Unterbewusstsein. In eine Tiefe, in der wir unbeinflußt sind von unseren Lebenserfahrungen und von angelernten und automatisierten Verhaltensweisen und Denkmustern.

Dort gibt es keine Sprache und es braucht auch keine Worte.
Wir haben dort Instinkt, Intuition und Gefühl, ein Herz und eine Seele.

Es ist des Menschen Natur er selbst zu sein und von Natur aus sind wir in einem Optimalzustand, ursprünglich heil und unversehrt.

Teil der natürlichen Existzenz ist auch die eigene Persönlichkeit. Und Sie ist es, mit der wir es unser Leben lang zu tun haben!

Selten nur vermögen wir diese Tiefe mit unserem Verstand zu erreichen und die natürliche Existenz eines Menschen findet in der heutigen Zeit und deren Gesellschaft nur wenig Beachtung und Akzeptanz.

Folglich sind ALLE Formen von Störungen und Krankheiten gewissermaßen Mangelerscheinungen und Symptome von ungenügender Selbstwahrnehmung.

Sich selbst zu fühlen und auf emotionaler Ebene an sich selbst zu erinnern, ist die beste Medizin dagegen!

Was ist Trance?

Das Gehirn in Trance.

Die Methode, um die Zusammenarbeit von Bewusstem und Unbewusstem zu intensivieren, und das Unbewusste gezielt zu nutzen, ist die therapeutische Trance oder Hypnose.

Dabei ist Trance etwas völlig Natürliches. Es ist ein uns allen bekannter und vertrauter Zustand, der an tiefe Versunkenheit oder Momente zwischen Tag und Traum erinnert. Ein Trancezustand variiert und ist mal tief oder weniger tief ausgeprägt.

Unterschiedliche Wege führen in Trance: in sich gehen, sich völlig auf eine Sache konzentrieren – ähnlich wie während einer Meditation – sich körperlich und geistig entspannen. Es ist aber auch möglich, mit rhythmischer Aktivität diesen Bewusstseinszustand zu erlangen, sei es mit Musikhören oder selbst musizieren, mit Trommeln, Tanzen oder dem bekannten Flow beim Sport.

Das Gefühl der Trance kennt jeder Mensch: Wir alle gehen mehrmals täglich, ohne es bewusst wahrzunehmen, in diesen Bewusstseinszustand – z. B. auf der eintönigen Autobahnfahrt, während der Körper den Wagen lenkt, die Gedanken sich jedoch mit etwas ganz anderem beschäftigen oder in Tagträumen. Kreative Menschen setzen Trance übrigens ganz intuitiv ein, wenn sie vor einer Aufgabe stehen, die logisches Denken alleine nicht lösen kann. Entspannen, ruhig atmen, Konzentration auf das, was im Moment geschieht, kennzeichnen diesen Zustand. Sprachliche Logik tritt zurück. Emotionale Intelligenz, das Denken in Bildern und größeren Zusammenhängen, tritt an ihre Stelle.

Die Gehirnwellen verändern sich. Das Gehirn verbraucht jetzt nachweisbar mehr Glukose und arbeitet auf einem höheren Energieniveau als im Wachzustand. Die normalerweise besonders aktive, sprachliche Hirnhälfte wird ruhiger, die weniger benutzte dagegen aktiver. Linke und rechte Hirnhälfte synchronisieren sich und tauschen wesentlich mehr Informationen aus als vorher. Im EEG (Elektroenzephalogramm) dominieren nun Alpha-Wellen, wie sie typisch sind, wenn sich Geist und Körper entspannen. Und sobald neue Ideen, Einblicke, Erkenntnisse und Gefühle „wie von selbst“ auftauchen, zeigt sich im EEG ein anderes Muster: Theta-Wellen, die für Kreativität und Erinnerung stehen.

Das Besondere an hypnotischer Trance ist, dass sie lebendige Vorstellungen ermöglicht, also vollwertige sinnliche Erfahrungen. Ideen und Lösungsmöglichkeiten, die jetzt auftauchen, wirken tiefer und nachhaltiger als einfach nur ausgedachte und logisch konstruierte Einfälle.
Das Gehirn zeigt in der Trance die gleichen neuronalen Erregungsmuster, wie durch tatsächlich Erlebtes, und ist in der Lage, sie als Erfahrung abzuspeichern.

Die Person macht also in Trance wirkliche und nachhaltig verändernde Erfahrungen.


Plastische Veränderungen im Gehirn durch Hypnose

Die plastischen Veränderungen die im Gehirn unter Hypnose entstehen, sind mit neurophysiologischen und bildgebenden Verfahren wie der Positronen Emissions Tomographie (PET), der funktionellen Magnetresonanztomographie (fMRT) und der Elektroenzephalographie (EEG) nachweisbar.



Hypnose alternative Wirklichkeitserfahrungen

Je nachdem auf welchem Sinneskanal die Wahrnehmung in der Hypnose-Therapie angeregt wird, aktiviert das Gehirn des Klienten vermehrt die für das Sehen, Hören, Fühlen, Riechen oder Schmecken zuständigen sensorischen Zentren.

In der hypnotischen Trance sind Hirnareale aktiv, wie der anteriore cinguläre Cortex (ACC), der Precuneus im Parietallappen sowie Teile des Hinterhaupts- und des Schläfenlappens. Wenn wir Erinnerungen abrufen oder uns Bilder vorstellen sind diese Regionen hauptsächlich beteiligt.

Die Aktivierung der Vorstellungskraft in Trance gestaltet der Hypnose-Therapeut mit dem Klienten gemeinsam, um kreative Zustände des Bewusstseins in Trance zu entwickeln, aufrechtzuerhalten und zielgerichtet zu nutzen. Entscheidend während der Hypnose ist das gefühlte Erleben, das als Wirklichkeit oder als alternative Wirklichkeitserfahrung in Trance wahrgenommen werden kann.

Der sogenannte "kritische Faktor", jener Teil unseres Bewusstseins mit dem wir unter Berufung auf das, was wir bisher gelernt haben, in jeder Situation Alles immer prüfen und als neutral, gut oder schlecht, als wahr oder falsch einstufen und dementsprechend damit umgehen bzw darauf reagieren, wird während der Trance durch verschiedene Methoden von unterschiedlichen Anwendungen umgangen oder zurückgestellt. Dadurch wird die vom Hypnotiseur gegebene Suggestion vom Bewusstsein des Hypnotisanten zugelassen und unterbewusst als wahr angenommen und umgesetzt. Jetzt ist es Wirklichkeit!

Alles was durch Halluzination und Illusion in Trance als affektiv bedeutsam wahrgenommen wird, schafft neue Handlungsoptionen in den verschiedenen Ebenen der Alters- und Zukunftsprogression. Durch dieses Vorgehen wird eine alternative Wirklichkeits- und somit Lernerfahrung im Gehirn erschaffen.



Vorraussetzungen für die therapeutische Hypnose

Für eine erfolgreiche Behandlung ist vor allem eine auf Vertrauen und Empathie beruhende Beziehung zum Therapeuten/Coach ausschlaggebend. Nur, wenn „die Chemie stimmt“, ist es möglich, dass Sie sich auf die Hypnose einlassen können. Darum führen Sie immer ein Vorgespräch, in dem Ihre Fragen oder Bedenken gegenüber Hypnose geklärt werden.

Für eine erfolgreiche Verwirklichung Ihres Anliegens, sind Ihr fester Wille und Ihre eigene Motivation gefragt.

Das Unterbewusstsein

Der Mensch ist unterbewusst geprägt von seinen Lernerfahrungen.

Das Unterbewusstsein ist dabei maßgeblich dafür verantwortlich, was wir fühlen und wie wir uns intuitiv verhalten. Es steuert auch die Vitalfunktionen des Körpers, wie z.B. Herzschlag, Blutdruck, Atemfrequenz, Muskeltonus und auch die Ausschüttung von Stresshormonen wie Cortisol, Katecholamin oder von Glückshormonen wie Dopamin, Serotonin, Endorphine u.a..

Unser natürlicher Instinkt (Naturtrieb), d.h. angeborene Mechanismen der Verhaltenssteuerung und des Selbstschutzes, sind im Unterbewusstsein verankert.

Mit dem Heranwachsen speichert das Unterbewusstsein Erfahrungen, Erlebnisse und die dazugehörigen Emotionen ab. Alles was wir beobachten, lernen und erfahren wird emotional verknüpft und beinflusst die Erstellung und Ausführung von inneren Prozessen und Verhaltensmustern.
Somit baut sich ein Erfahrungsschatz auf, der uns entsprechend fühlen und handeln lässt und auf dem unser Wissen und Erleben aber auch der Glaube fundiert.
Es entwickeln sich entsprechende „Verhaltensketten“, die in uns immer dann aktiviert werden, wenn wir uns im weiteren Leben in entsprechenden oder vergleichbaren Situationen wiederfinden.

Wirkungsweise

Wie wirkt Hypnosetherapie?

Ziel einer therapeutischen hypnotischen Trance ist es, das kritische Denken zurückzunehmen um so Zugang zum steuernden, tiefer liegenden Unterbewusstsein zu bekommen. Mittels spezieller Frage- und Suggestiv-Techniken ist der Hypnotisant dann in der Lage, Lösungs- und Handlungsstrategien zu entwickeln, die ihm im bewussten Wachzustand nicht oder nur schwer zugänglich sind.
So kann eine Umstrukturierung des alltäglichen Denkens stattfinden, die sich aus den bisherigen Erfahrungen zusammengesetzt und möglicherweise als schädigendes Symptom ausgewirkt hat oder dessen positiver Aspekt weiter ausgebaut werden soll.

Erinnerungen werden mit neuen Emotionen verknüpft und Emotionen mit neuen Erinnerungen.

Unerwünschte Verhaltensmuster oder Gewohnheiten, Zwänge, tief verankerte Prägungen, Glaubenssätze, traumatische Erfahrungen, Schocks oder Ängste und Phobien können auf eine individuelle und für den Patienten, persönlich richtige, gesunde und angenehme Art und Weise verändert oder aufgelöst werden, häufig verblüffend einfach, schnell und nachhaltig.

Selbst bei chronischen Erkrankungen, Allergien oder Zwängen und Ängsten, unter denen die Betroffenen oft jahrelang leiden, ohne dass sie durch schulmedizinische der psychiatrische Behandlungen erfolgreich therapiert werden können, kann Hypnosetherapie nachweislich helfen!


Neurologische Wirkung

Neurologische Forschungsergebnisse belegen das Hypnose direkt auf das limbische System im Gehirn einwirkt.
Das limbische System ist ein sehr alter Teil des Gehirns, der sich aus mehreren Strukturen zusammensetzt. Es steuert die Funktion von Antrieb, Lernen, Gedächtnis und Emotionen sowie vegetative Regulationen und hat einen direkten Einfluss auf den Vagusnerv, den zehnten Hirnnerv. Er ist der größte Nerv des Parasympathikus und an der Regulation der Tätigkeit fast aller inneren Organe beteiligt.

Animierte Darstellung eines Gehirns
Bild: giphy.com

Wirksamkeit

Wobei hilft Hypnosetherapie? (wissenschaftlich nachgewiesen)



Titelblatt der Expertise

Die Wirksamkeit von Hypnosetherapie wurde in zahlreichen Studien nachgewiesen und in Deutschland im Jahr 2006 vom Wissenschaftlichen Beirat Psychotherapie anerkannt. Die Grundlage für die wissenschaftliche Anerkennung von Hypnose in Deutschland legte Prof. Dr. Revensdorf von der Universität Tübingen mit seiner 2003 erstellten Expertise zur Beurteilung der wissenschaftlichen Evidenz des Psychotherapieverfahrens Hypnotherapie. In dieser Meta-Studie fasste er den damals aktuellen Stand der Forschung zur Wirksamkeit von Hypnose in der Psychotherapie zusammen.



Nachweise in der Literatur:


(PDF-Dokumente, veröffentlicht von der Milton Erickson Gesellschaft für klinische Hypnose - Tübingen)

→ Expertise zur Beurteilung der wissenschaftlichen Evidenz des Psychotherapieverfahrens Hypnotherapie

→ Prof. Dr. Revenstorf - Wie heilt Hypnose?

→ Vortrag von Prof. Dr. Revenstorf aus dem Jahr 2012 über die Wirksamkeit von Hypnose.


Die folgende Tabelle aus dem Jahr 2003 orientiert sich an den im ICD-10 gelisteten Störungen (ICD-10 = Internationale statistische Klassifikation der Krankheiten und verwandter Gesundheitsprobleme. Das wichtigste, weltweit anerkannte Klassifikationssystem für medizinische Diagnosen).


Bei den genannten Störungen ist die Wirksamkeit der Anwendung empirisch gut bewährt:

Tabelle mit im ICD-10 gelisteten Störungen bei denen Hypnose empirisch gut bewährt ist.
Quelle: Wikipedia/Hypnotherapie/Induktion


Erfolgsquote

"Wie wahrscheinlich ist der Erfolg der Behandlung?"

Basierend auf Erkenntnissen der Gehirnforschung gilt Hypnosetherapie als umfassend evaluiert und in seiner Wirksamkeit nachgewiesen.

Die Erfolgsquote bei Hypnosetherapie liegt nach wissenschaftlich fundierten Erkenntnissen bei fast 90%!
(Quelle: MEG Tübingen - Ambulanz für klinische Hypnose, Prof. Dr. Revenstorf)

Das American Health Magazine veröffentlichte im Jahr 2008 die Vergleichsstudie von Alfred A. Barrios von 1970:

PSYCHOANALYSE:
 38% Genesungen nach 600 Sitzungsstunden

VERHALTENSTHERAPIE:
 72% Genesungen nach 22 Sitzungsstunden

HYPNOSETHERAPIE:
 93% Genesungen nach 6 Sitzungsstunden

Quelle: PSYCHOTHERAPY: THEORY, RESEARCH AND PRACTICE(SPRING, 1970 ISSUE)HYPNOTHERAPY: A REAPPRAISAL by Alfred A. Barrios, PhD.

Messbarkeit

Suggestibilität, Hypnotisierbarkeit und Trancetiefe

Der Wunsch hypnotische Trancezustände in Hypnoseskalen gezielt einzuordnen, entspringt dem Bedürfnis nach Sicherheit und Kontrolle.

Hypnotische Trancetiefe ist aber vor allem auch eine subjektive Erfahrung. Wird ein guter Beziehungsrahmen (Rapport) in der Hypnosesitzung zwischen dem Klienten und dem Therapeuten hergestellt, können in diesem Rahmen Phänomene unabhängig von der Trancetiefe auftreten. Suggestibilität wird dabei als Maß der Weite der hypnotischen Beziehung gewertet, nicht als das Maß für die Hypnoseempfänglichkeit. (Fourie, 1980,1983; Fourie & Lifschitz 1987). Damit nimmt der Rapport zwischen dem Klienten und dem Therapeuten eine herausragende Stellung ein und ist Kern der Hypnose.

Es ist umstritten, inwieweit die Tiefe des Trancezustandes tatsächlich relevant für den Therapieerfolg ist. Dennoch kann man grundsätzlich davon ausgehen, dass bestimmte Formen hypnotherapeutischer Arbeit eine Trancetiefe erfordern, die angemessen ist, um die zu utilisierenden Trancephänomene zu ermöglichen.

Gehirn-Frequenzen

Delta (1 - 3 Hz)

Die Deltawellen (1 – 3 Hz) treten hauptsächlich im Tiefschlaf auf und werden im Wachzustand nur äußerst selten erlebt. Sie werden von traumlosem Schlaf sowie verschiedenen Arten von Trance und nicht-physischer Zuständen begleitet. Von großer Bedeutung sind die Deltawellen für alle Heilungsvorgänge sowie für die Funktionstüchtigkeit des Immunsystems, werden doch im Deltawellen-Zustand häufig heilende Wachstumshormone ausgeschüttet. Interessante neuere EEG-Messungen konnten nachweisen, dass Heiler während ihrer Sitzungen häufig einen hohen Deltawellen-Anteil aufweisen.


Theta (4 - 7 Hz)

Die Thetawellen (4 – 7 Hz) entstehen überlicherweise im Schlaf, während bestimmter Trancezustände oder tiefer Meditation. Die Formationen des Unterbewusstseins sind nun aktiv. Dieser Zustand ist charakterisiert durch plastisches Vorstellungsvermögen, erhöhte Lern- und Erinnerungsfähigkeit, Fantasiebilder, Inspirationen bis hin zu Traumsequenzen, bei denen die Denkfunktionen nicht eingreifen. Befindet sich der Körper im Thetawellen-Zustand, so ist das freie Assoziieren und das kreative Denken begünstigt – wenn man nicht einschläft.
Auch treten bei bestimmten mentalen Dysfunktionen verstärkt Thetawellen auf, was Sie aber nicht weiter beunruhigen sollte: Bei Kindern wird bis zum zehnten, zwölften Lebensjahr ein hoher Daueranteil von Thetawellen gemessen.


Alpha (8 – 12 Hz)

Alphawellen (8 – 12 Hz) tauchen in relaxten Zuständen auf, bei geschlossenen Augen, im Stadium zwischen Schlafen und Wachen. Kennzeichnend für Alphawellen sind eine wohlige Entspannung, ruhiges, fließendes Denken eine zuversichtliche Grundstimmung sowie ein Gefühl der Integration von Körper und Geist. Ein neutraler Zustand, der beim Autogenen Training oder bei anderen Mentaltechniken gerne genutzt wird.


Beta (13 - über 100 Hz)

Betawellen (13 – über 100 Hz) werden gemessen, wenn eine Person sich im wachen, gespannten bis hin zum alarmbereiten Zustand befindet. Der „normale“ Frequenzspektrum liegt zwischen 13 und 30 Hz, ein hoher Anteil Betawellen korreliert meist mit einem erhöhten Ausstoß von Stresshormonen. Im Vordergrund steht dabei das nach außen gerichtete Bewusstsein, Verarbeitung von Sinnesreizen, prüfendes Denken. Dabei wird häufig eine gewisse Nähe zu Unruhegefühlen, Sorgen und plötzlicher Furcht beobachtet. Neurologisch werden die Betawellen in noch feinere Bereiche aufgeteilt, z.B. SMR Beta (12 – 15 Hz): entspannte Aufmerksamkeit nach außen, Mid Beta (15 – 18 Hz) für aktiv gerichtete Aufmerksamkeit nach außen, High Beta (18 – 35 Hz) auch bei dominanter Angst, Stress, und schließlich Gamma (35 Hz bis 100 Hz) bei körperlichen und geistigen Spitzenleistungen.

Anerkennung als Psychotherapie­methode

Hypnosetherapie zählt zu den in Deutschland anerkannten Psychotherapiemethoden.

Der Einsatz der Hypnose in der Medizin und in der Psychotherapie ist gesetzlich geregelt. Sie gehört zu den anerkannten psychotherapeutischen Leistungen und wird auch als Ergänzung zu vielen herkömmlichen Methoden eingesetzt.

Risiken und Nebenwirkungen

Prinzipielle Risiken bei der Anwendung von Hypnose sind:

- Unspezifische Nebenwirkungen z. B. Kopfschmerz
- Retraumatisierung durch reaktivierte belastende Erinnerungen in Trance
- Dekompensation und Auslösung von larvierten Depression, Manie, Psychose

Darüber hinaus kann Hypnotische Regression Schaden anrichten, indem sie den Betroffenen falsche Erinnerungen einpflanzt, die den Vorstellungen des Therapeuten entspringen und deren Akzeptanz durch den Klienten negative Konsequenzen für den Klienten und seine Umgebung haben kann. Eine Vielzahl experimenteller und klinischer Studien konnte zeigen, dass unter Hypnose erlangte tatsächliche Erinnerungen nicht sicher von im hypnotischen Prozess erzeugten Pseudoerinnerungen unterschieden werden können. (Schon Hippolyte Bernheim war dieses Phänomen als „retroaktive Halluzination“ bekannt.)
...
Hochhypnotisierbare halten hypnotisch induzierte Pseudoerinnerungen generell für wahr. Das Phänomen hypnotisch erzeugter Erinnerungsverfälschungen tritt häufiger auf als bislang angenommen worden war und wird offenbar von kontextuellen Faktoren bestimmt. Typisch für diese Art von Pseudoerinnerungen ist, und das ist das Wesentliche, dass das vor der Hypnose liegende Gedächtnismaterial ebenfalls beeinflusst wird.
Quelle: Wikipedia/Hypnotherapie/Rsiken

Sollten bei Ihnen nach einer Hypnose-Behandlung Symptome auftreten, die Sie in unmittelbaren Zusammenhang mit der Hypnose bringen, die Sie nicht einordnen können oder mit denen Sie nicht umzugehen wissen, wenden Sie sich bitte umgehend an mich bzw. den behandelnden Therapeuten oder an einen Arzt.